Wie du eine Immobilie vor dem Kauf prüfst
Ein Immobilienkauf ist für viele das größte Geschäft ihres Lebens. Doch die teuersten Probleme (verborgene Belastungen, ein Verkäufer ohne vollständige Berechtigung, ein Gebäude mit rotem Punkt, ein nicht bebaubares Grundstück) sind bei der Besichtigung nicht sichtbar. Hier findest du die vollständige Prüfliste vor Anzahlung und Unterzeichnung, bei jedem Punkt mit der offiziellen Quelle zur Bestätigung.

Vor dem Kauf einer Immobilie in Rumänien prüfst du 8 Dinge. Der Grundbuchauszug (Eigentümer und Belastungen) ist die Mindestprüfung vor der Anzahlung:
- Eigentumsurkunden und Grundbucheintragung (die Immobilie hat ein Grundbuch).
- Tatsächlicher Eigentümer aus Teil II des Grundbuchauszugs.
- Belastungen in Teil III: Hypotheken, Verbote, Beschlagnahmen, Rechtsstreitigkeiten.
- Fläche und Katasternummer, die mit den Urkunden übereinstimmen müssen.
- Städtebauliche Situation: Was gebaut werden darf (PUZ, POT, CUT).
- Risiken der Gegend: Erdbeben, Überschwemmungen, Umwelt.
- Schulden: steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung und Bescheinigung der Eigentümergemeinschaft.
- Tatsächlicher Wert im Vergleich zur notariellen Werttabelle 2026.
Was du prüfst, im Überblick
Die Prüfung einer Immobilie hat drei Schwerpunkte: vor der Anzahlung (wenn du das meiste Geld riskierst), vor der Unterzeichnung (wenn du erneut bestätigst, dass sich nichts geändert hat) und bei Grundstücken/alten Häusern (wo zusätzliche Prüfungen anfallen). Die folgende Liste reicht von dem, was dich am stärksten schützt, bis zu dem, was du am Ende budgetierst.
1. Eigentumsurkunden und Grundbucheintragung
Beginne mit dem Grundbuchauszug - dem offiziellen ANCPI-Dokument, das die Rechtslage der Immobilie zeigt. Bestätige, dass die Immobilie im Grundbuch eingetragen ist und die Angaben im Auszug mit der Eigentumsurkunde des Verkäufers und dem Inserat übereinstimmen.
- die Immobilie hat ein Grundbuch (ist eingetragen);
- der Typ stimmt überein (Wohnung, Haus, Grundstück);
- die Erwerbsurkunde des Verkäufers liegt vor und ist gültig.
2. Der tatsächliche Eigentümer
Der Name in Teil II des Auszugs muss mit der Person übereinstimmen, mit der du verhandelst. Gibt es mehrere Eigentümer oder gehört die Immobilie zum gemeinschaftlichen Vermögen, müssen alle unterschreiben.
- Eigentümer laut Urkunden = Verkäufer;
- alle Miteigentümer stimmen zu und unterschreiben;
- ist der Verkäufer ein Unternehmen, prüfe dessen Status (Insolvenz, Schulden): Verkäufer prüfen.
3. Belastungen, Hypotheken und Rechtsstreitigkeiten
Teil III des Auszugs ist für den Käufer am wichtigsten. Hier stehen Hypotheken, Verbote, Beschlagnahmen und vermerkte Rechtsstreitigkeiten.
- Hypothek - sie kann bei der Transaktion gelöscht werden (der Kredit des Verkäufers wird aus dem Kaufpreis getilgt), dies muss jedoch mit der Bank geplant werden;
- Veräußerungsverbot / Beschlagnahme - verhindert den Verkauf; rotes Warnsignal;
- Rechtsstreitvermerk - unterschreibe nichts ohne rechtliche Stellungnahme (siehe was ein Rechtsstreitvermerk bedeutet).
4. Fläche und Katasternummer
Katasternummer und Fläche im Auszug müssen genau mit den Angaben im Inserat und dem Vertrag übereinstimmen, den du unterschreiben wirst. Eine andere Katasternummer oder abweichende Fläche sind Hinweise, die vor der Anzahlung geklärt werden müssen. Wenn du von einer Adresse ausgehst, erfahre hier, wie du die Katasternummer ermittelst.
5. Städtebau und Genehmigungen
Besonders relevant für Grundstücke und Häuser. Prüfe, was gebaut werden darf und ob Einschränkungen bestehen.
- Städtebaubescheinigung, PUG/PUZ, POT und CUT - was und wie viel du bauen darfst;
- bestehende Gebäude sind genehmigt und im Grundbuch eingetragen (keine ungenehmigten Bauten);
- prüfe bei land-/forstwirtschaftlichen Grundstücken das Vorkaufsrecht.
6. Risiken: Erdbeben, Überschwemmungen, Umwelt
Die Risiken der Gegend stehen nicht im CF-Auszug, beeinflussen aber Sicherheit und Wert. Prüfe:
- die Erdbebenrisikoklasse des Gebäudes (roter Punkt);
- Überschwemmungsgebiete und Überschwemmungsrisiko;
- Luftqualität, Lärm und Abfall im Umfeld.
7. Schulden: Steuern und Hausgeld
Bestätige vor der Unterzeichnung, dass du mit der Immobilie keine Schulden übernimmst:
- steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung der Gemeinde - keine Rückstände bei der Kommunalsteuer. Seit 2026 (OUG 7/2026) wird die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung auch für den Käufer verlangt, nicht nur für den Verkäufer: siehe den entsprechenden Ratgeber;
- Bescheinigung der Eigentümergemeinschaft - keine Rückstände beim Hausgeld und beim Reparaturfonds;
- Versorgungsleistungen (Strom, Gas, Wasser) sind vollständig bezahlt.
8. Tatsächlicher Wert im Vergleich zur notariellen Werttabelle
Plane abschließend die Kosten und den Ausgangswert für die Abgaben ein:
- die gesamten Kaufkosten (Anzahlung, Notar, Provision, Versicherung, Kreditrate);
- den Mindestwert aus der notariellen Werttabelle - Grundlage der Abgaben und zugleich ein hilfreicher Anhaltspunkt, ob der verlangte Preis sinnvoll ist;
- die Notarkosten (Honorar, ANCPI, Auszug).
Besondere Prüfungen je nach Immobilie
Zusätzlich zur grundlegenden Checkliste erfordern einige Situationen weitere Prüfungen:
- Altes Haus oder alter Wohnblock - Erdbebenrisikoklasse und ob es sich um ein historisches Denkmal oder eine Lage im Schutzgebiet handelt (Stellungnahmen und Renovierungsbeschränkungen);
- Grundstück - verborgene Risiken, Zugangsdienstbarkeit und Überschneidungen im Katasterplan;
- Nicht abgewickelte Erbschaft - hat der Verkäufer geerbt, muss vor dem Verkauf das Nachlassverfahren abgeschlossen und er als Eigentümer eingetragen sein (siehe Nachlasskosten);
- Unternehmen als Verkäufer - Schulden, Insolvenz und Rechtsstreitigkeiten, die die Transaktion verhindern oder rückgängig machen können.
Wo du jeden Punkt prüfst (und wer alles zusammenführt)
Jede Prüfung hat eine andere offizielle Quelle, verteilt auf Dutzende Institutionen. Du kannst sie Punkt für Punkt selbst durchführen. Verifi führt sie alle in einem einzigen Bericht zusammen und kennzeichnet Quelle und Abdeckung jeweils transparent.
| Was du prüfst | Offizielle Quelle | Kosten | Dauer | Im Verifi-Bericht |
|---|---|---|---|---|
| Eigentümer und Belastungen (Hypotheken, Rechtsstreitigkeiten) | CF-Auszug - ANCPI | 60 RON | minute - ore | Ja |
| Notarieller Mindestwert | Notarielle Werttabelle 2026 | gratuit / calcul | instant | Ja |
| Verkäufer (Schulden, Unternehmen, Insolvenz) | ANAF, ONRC, BPI, Portal Just | 89 RON | ore | Ja |
| Erdbebenrisiko (roter Punkt) | INFP, AMCCRS / MDLPA | kostenlos, aber verstreut | ore | Ja |
| Überschwemmungsgebiete | INHGA (Gefahrenkarten) | kostenlos, aber technisch | ore | Ja |
| Umwelt (Luft, Lärm, Abfall) | ANPM, EEA | kostenlos, aber verstreut | ore | Ja |
| Katasterüberschneidungen, tatsächliche Grenzen | Katasterplan auf dem Orthofotoplan | 48 RON | ore | Ja |
| Landwirtschaftliches Vorkaufsrecht | MADR / DAJ - Legea 17/2014 | kostenlos, aber komplex | zile | Ja |
| Urbanism (PUZ, POT, CUT) | Gemeinde - Städtebaubescheinigung | Gebühr + Zeit | Tage - Wochen | Kontext |
| Alles oben Genannte an einem Ort | Der Verifi-Bericht | ein einziger Bericht | Minuten | Ja |
Die Einzelkosten sind Richtwerte (2026). Städtebau bleibt eine Prüfung bei der Gemeinde; der Bericht zeigt das Umfeld auf, die Städtebaubescheinigung beantragst du jedoch direkt.
Was eine Immobilienprüfung kostet und wie lange sie dauert
Grundlegende Prüfungen sind kostengünstig, aber verstreut. Der Grundbuchauszug kostet 60 RON und wird innerhalb von Minuten bis Stunden geliefert. Viele Quellen (notarielle Werttabelle, roter Punkt, Erdbeben- und Überschwemmungsrisikokarten) sind kostenlos, aber über Dutzende verschiedene Institutionen verteilt und technisch aufbereitet. Eine vollständige manuelle Prüfung kann mehrere Tage Recherche auf getrennten Portalen erfordern. Ein Bericht, der alles mit gekennzeichneter Quelle zusammenführt, erledigt dies innerhalb von Minuten anhand der Adresse oder Katasternummer.
Häufige Fragen
Was muss ich vor der Anzahlung unbedingt prüfen?
Den Grundbuchauszug: den tatsächlichen Eigentümer (Teil II) und die Belastungen in Teil III (Hypothek, Verbote, Rechtsstreitigkeiten). Die Anzahlung wird erst geleistet, wenn diese Punkte bestätigt sind.
Was kostet es, eine Wohnung vor dem Kauf zu prüfen?
Grundlegende Prüfungen sind kostengünstig: Über Verifi kostet der offizielle Grundbuchauszug 60 RON. Viele Quellen (notarielle Werttabelle, roter Punkt, Risikokarten) sind kostenlos, aber über Dutzende Institutionen verteilt. Der Endpreis der Verifi-Produkte wird vor dem Checkout veröffentlicht.
Wer führt die Immobilienprüfung durch?
Vieles kannst du selbst erledigen: CF-Auszug, steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung, Bescheinigung der Eigentümergemeinschaft. Der Notar prüft die Urkunden bei der Unterzeichnung, nicht aber die Risiken der Gegend oder Schulden. Für ein vollständiges Bild an einem Ort mit der Quelle jeder Prüfung kannst du den Verifi-Bericht nutzen.
Kann man eine Immobilie online prüfen?
Ja. Grundbuchauszug, Wert aus der notariellen Werttabelle, Erdbebenrisikoklasse, Überschwemmungsgebiete und steuerlicher Status eines verkaufenden Unternehmens lassen sich online prüfen. Verifi führt sie anhand der Adresse oder Katasternummer direkt auf der Karte zusammen.
Ist der zu Beginn eingeholte Auszug bei der Unterzeichnung noch gültig?
Die Situation kann sich inzwischen ändern (eine neue Hypothek, ein Vermerk). Deshalb prüfst du unmittelbar vor dem endgültigen Rechtsgeschäft erneut einen aktuellen Auszug, nicht nur zu Beginn der Verhandlungen.
Was prüfe ich zusätzlich bei einem alten Haus oder einem Grundstück?
Bei einem alten Haus: Erdbebenrisikoklasse sowie Denkmaleigenschaft oder Lage in einem Schutzgebiet (Einschränkungen und Stellungnahmen). Bei einem Grundstück: Vorkaufsrecht für land-/forstwirtschaftliche Flächen, Zugangsdienstbarkeit, Katasterüberschneidungen und Bebaubarkeit.
Prüft der Notar nicht ohnehin schon alles?
Der Notar prüft zum Zeitpunkt der Unterzeichnung die Identität der Parteien und die Urkunden und fordert den CF-Auszug zur Beurkundung an. Er prüft weder Erdbebenrisiko, Überschwemmungen, Hausgeldrückstände noch die Vorgeschichte des Verkäufers oder die Angemessenheit des Preises. Diese Prüfungen bleiben Aufgabe des Käufers, idealerweise vor der Anzahlung.