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Ratgeber

Notarielle Werttabelle 2026: So ermittelst du den Mindestwert deiner Wohnung, deines Hauses oder Grundstücks

Die notarielle Werttabelle ist einer der Richtwerte für Immobilientransaktionen: Sie veröffentlicht Referenzwerte für Kategorien und Gebiete, die nach den Vorschriften für bestimmte Honorare oder steuerliche Pflichten herangezogen werden können. Sie ersetzt keine rechtliche Analyse und ist keine Steuerberatung, sollte aber vor der Unterzeichnung geprüft werden.

Veröffentlicht: 3. Mai 2026 · aktualisiert: 27. Juli 2026 · Verifi · Lesezeit: 7 Min.
Register mit Immobilien, Messinstrument und Schlüssel für die notarielle Werttabelle
Kurzer Überblick
  • Die notarielle Werttabelle 2026 nennt orientierende Mindestwerte nach Gebieten, Immobilienarten und relevanten Merkmalen.
  • Liegt der angegebene Wert bei der Beurkundung von Immobiliengeschäften unter dem Mindestwert der Studie, sehen die notariellen Vorschriften vor, das Honorar anhand des Studienwerts zu berechnen.
  • Die endgültigen Notarkosten beim Wohnungskauf hängen vom Preis, dem Mindestwert der Immobilie, ihrer rechtlichen Situation, einem Darlehen und den erforderlichen Unterlagen ab.
  • Verifi Standard vereint den Wert aus der notariellen Werttabelle, den CF-Auszug und Risikohinweise, die die Kaufentscheidung verändern können, in einem Bericht.
Schnelle Entscheidung

Was dir die notarielle Werttabelle sagt

Die Tabelle legt den Marktpreis nicht fest. Sie hilft dir aber, die Mindestbemessungsgrundlage für Abgaben zu schätzen und bei großen Unterschieden Fragen zu stellen.

Empfohlener Bericht:Verifi Standard
Was du prüfstWarum es wichtig istRisikohinweisQuelle
MindestwertDu schätzt die Notarkosten.Unvollständiges Budget bei der Unterzeichnung.Örtliche notarielle Werttabelle
Adresse und KategorieDu verwendest die richtige Zone und Objektart.Falsche Schätzung für Wohnung/Grundstück.CF, Adresse, Werttabelle
Unterschied zum PreisDu erkennst, ob es Anhaltspunkte für Verhandlungen gibt.Preis passt nicht zu den Unterlagen.Vertrag, Werttabelle, Markt

Verifi hilft dir, die richtigen Fragen vorzubereiten und wichtige Hinweise zu erkennen. Kläre bei komplexen rechtlichen Situationen die Entscheidung zur Unterzeichnung mit deinem Notar oder Anwalt.

Wie du die Kosten schätzt

Die notarielle Werttabelle ist ein Anhaltspunkt für Abgaben, keine Marktwertermittlung

Nutze die Tabelle für Budget und Fragen. Vergleiche sie anschließend mit dem ausgehandelten Preis und den Immobilienunterlagen.

Große Unterschiede zwischen Tabellenwert und Preis sollten vor der Unterzeichnung erklärt werden.

Was ist die notarielle Werttabelle?

Die notarielle Werttabelle enthält Mindestwerte für Immobilien, in der Regel gegliedert nach Orten, Gebieten, Immobilienarten und Merkmalen wie Fläche, Nutzung oder Alter. In der Praxis dient die notarielle Werttabelle 2026 als Richtwert für Transaktionen, nicht als individuelle Bewertung einer bestimmten Immobilie.

Für Käufer ist ihr Nutzen einfach: Sie zeigt dir, ob der besprochene Preis nahe an einem Schwellenwert liegt, der im notariellen Verfahren verwendet wird, und hilft dir, die Abschlusskosten realistischer einzuschätzen. Der Tabellenwert besagt nicht, dass die Wohnung, das Haus oder das Grundstück genau diesen Betrag wert ist; er nennt lediglich einen Mindestwert, der als administrativer Richtwert dient.

Die Werttabelle bestätigt weder den Eigentümer noch Belastungen, Rechtsstreitigkeiten, Grundstücksgrenzen oder technische Risiken. Deshalb muss der notarielle Wert zusammen mit dem Grundbuchauszug und Risikoprüfungen betrachtet werden.

Was der Mindestwert der Immobilie bedeutet

Der Ausdruck Mindestwert der Immobilie bezeichnet den geschätzten Schwellenwert aus der Werttabelle für eine Immobilie mit bestimmten Merkmalen. Bei einer Wohnung kann der Wert von Ort, Stadtteil, Gebiet, Stockwerk, Baujahr und Nutzfläche abhängen. Bei einem Haus können das Gebäude und das zugehörige Grundstück getrennt berücksichtigt werden. Bei einem Grundstück sind Lage, Intravilan oder Extravilan und die Nutzungsart entscheidend.

Normalerweise wird der Verkaufspreis zwischen den Parteien frei ausgehandelt. Liegt der im Vertrag angegebene Preis jedoch unter dem Mindestwert der Werttabelle, kann der Notar verpflichtet sein oder es seiner Praxis entsprechen, bestimmte Berechnungen am höheren Wert auszurichten. Die endgültige Bestätigung muss durch das Notariat erfolgen, das das Rechtsgeschäft betreut.

Anwendung auf Wohnung, Haus oder Grundstück

Wohnung

Bei einer Wohnung geht die Werttabelle meist von Gebiet und Fläche aus. Je nach Komfortkategorie, Baujahr, Stockwerk oder anderen örtlichen Kriterien können Anpassungen oder Einstufungen erfolgen. Bei den Notarkosten für einen Wohnungskauf kann der Unterschied zwischen dem ausgehandelten Preis und dem Tabellenmindestwert die geschätzten Transaktionskosten verändern.

Haus

Bei einem Haus kann die Berechnung den Gebäudewert mit dem Grundstückswert kombinieren. Ein altes Haus auf einem wertvollen Grundstück kann anders zu beurteilen sein als ein Neubau in einer Randlage. Deshalb ist es wichtig, sowohl die bebaute Fläche und das Baujahr als auch die Grundbuchangaben zu prüfen.

Grundstück

Bei Grundstücken wird der Mindestwert stark von Lage und Einstufung beeinflusst: Intravilan oder Extravilan, Hof- und Gebäudeflächen, landwirtschaftliche Nutzung, Straßenfront, Zugang und mitunter städtebauliches Potenzial. Die Werttabelle ist nur ein Richtwert; die tatsächlichen Risiken können aus Dienstbarkeiten, fehlendem Zugang oder städtebaulichen Beschränkungen entstehen.

Auswirkungen auf die Berechnung der Notarkosten

Wenn du nach einer Berechnung der Notarkosten suchst, findest du meist Schätzungen für das Notarhonorar, Grundbuchgebühren und mögliche Kosten im Zusammenhang mit einem Darlehen oder der Beurkundung. Je nach Situation und den beim Notar angewandten Regeln kann die Berechnungsgrundlage der Vertragspreis oder der Mindestwert der Immobilie aus der Werttabelle sein.

Als Käufer behandelst du die Online-Schätzung am besten als Orientierung. Die Notarkosten für einen Wohnungskauf können von denen für ein Haus oder ein Grundstück abweichen. Der Notar bestätigt die Berechnung anhand der konkreten Unterlagen, der Mehrwertsteuerregelung, eines Darlehens, einer Hypothek, der Miteigentümer und anderer Besonderheiten.

Bei der Steuer auf die Eigentumsübertragung unterscheiden das Steuergesetzbuch und seine Anwendungsvorschriften zwischen dem angegebenen Wert, dem Mindestwert aus der Marktstudie und Sonderfällen wie abgespaltenen dinglichen Rechten oder bloßem Eigentum. Es ist nicht richtig, automatisch dieselbe Formel auf alle Transaktionen anzuwenden; der Notar bestätigt die Behandlung des konkreten Rechtsgeschäfts. Siehe den Ratgeber zur Steuer beim Verkauf (Formulare 208 und 209).

Dieser Ratgeber dient der Information und stellt keine Steuer-, Rechts- oder notarielle Beratung dar. Lass dir die endgültigen Beträge direkt vom Notar berechnen, bevor du den Unterzeichnungstermin vereinbarst.
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So ermittelst du den Mindestwert aus der notariellen Werttabelle 2026

Um den Mindestwert zu ermitteln, musst du die Immobilie korrekt identifizieren: Adresse, Ort, Fläche, Immobilienart und, sofern vorhanden, Grundbuchangaben. Bei Grundstücken und Häusern können Katasterdetails entscheidend sein, weil dieselbe Adresse mehrere Gebäudeteile, Anteile oder Nutzungsarten umfassen kann.

  • Prüfe Fläche und Beschreibung der Immobilie anhand der verfügbaren Unterlagen.
  • Bestätige die Einstufung: Wohnung, Haus mit Grundstück oder separates Grundstück.
  • Vergleiche den vereinbarten Preis mit dem als Richtwert verwendeten Mindestwert.
  • Lass dir die Berechnungsgrundlage vor der Unterzeichnung vom Notar bestätigen.

Bei Verifi Standard wird der Wert aus der notariellen Werttabelle zusammen mit dem CF-Auszug und der Analyse relevanter Risiken geliefert, damit du den Preis nicht losgelöst von der rechtlichen Situation prüfst. Siehe auch die notarielle Werttabelle für deinen Kreis.

Wann der Tabellenwert vom Preis abweichen kann

Unterschiede zwischen Preis und Tabellenwert entstehen häufig, wenn eine Immobilie Probleme hat, die im Standardwert schwer erkennbar sind: Renovierungsbedarf, Erdbebenrisiko, Rechtsstreitigkeiten, Belastungen, unklarer Zugang, schwierige Nachbarschaft oder städtebauliche Beschränkungen. Auch das Gegenteil ist möglich: Eine hervorragend renovierte Wohnung oder ein Grundstück mit Potenzial kann weit über dem Tabellenwert verkauft werden.

Ein Mindestwert über dem ausgehandelten Preis bedeutet nicht automatisch, dass mit der Transaktion etwas nicht stimmt. Er ist ein Anlass zur Prüfung: Warum wird unter dem Schwellenwert verkauft? Besteht echte Dringlichkeit, ein rechtliches Problem, ein technischer Sachverhalt, oder wurde einfach gut verhandelt? Die Antwort muss in den Unterlagen gesucht werden, nicht in Vermutungen.

Was du vor der Unterzeichnung prüfst

Die Werttabelle hilft bei den Kosten, die Kaufentscheidung beruht jedoch auf den Risiken. Prüfe vor der Anzahlung oder Vertragsunterzeichnung mindestens den Eigentümer, Belastungen, Hypotheken, Verbote, angeführte Rechtsstreitigkeiten, Flächen und die Übereinstimmung zwischen Unterlagen und Realität.

  • Grundbuchauszug: Eigentümer, Belastungen, Hypotheken, Verbote und relevante Vermerke.
  • Notarieller Wert: Richtwert für die Kostenschätzung und das Gespräch mit dem Notar.
  • Immobilienrisiken: Erdbebenrisiko, überschwemmungsgefährdete Gebiete, Zugang, Dienstbarkeiten oder Beschränkungen, die die Nutzung beeinträchtigen können.
  • Stimmigkeit der Unterlagen: Adresse, Katasternummer, Flächen, Anteile und eingetragene Rechte.

Verifi Standard ist genau für diese Phase konzipiert: notarieller Wert, Grundbuch und Risiken in einem Bericht, mit klarem Quellenstatus und Erläuterungen für Käufer.

Häufige Fragen

Legt die notarielle Werttabelle den Verkaufspreis fest?

Nein. Der Preis wird zwischen Verkäufer und Käufer ausgehandelt. Die Werttabelle ist ein Mindestwertrichtwert für notarielle und steuerliche Zwecke, keine verbindliche Marktwertermittlung.

Kann ich die Abgaben allein anhand der Werttabelle genau berechnen?

Nicht immer. Die Werttabelle hilft bei der Schätzung, aber die endgültige Berechnung hängt vom konkreten Rechtsgeschäft, dem Preis, dem Darlehen, der Hypothek, der Anzahl der Parteien und den Besonderheiten der Transaktion ab. Der Notar bestätigt den endgültigen Betrag.

Warum sollte ich die Werttabelle prüfen, wenn ich ohnehin zum Notar gehe?

Weil du dein Budget früher einschätzen und Unterschiede zwischen dem ausgehandelten Preis und dem Mindestwert der Immobilie erkennen kannst. So stellst du die richtigen Fragen, bevor du Geld in einer Anzahlung bindest.

Ersetzt Verifi den Notar?

Nein. Verifi beurkundet keine Rechtsgeschäfte und bietet keine notarielle Beratung. Verifi hilft dir, die Immobilie vor der Transaktion zu prüfen: notarielle Werttabelle, Grundbuch und relevante Risiken in einem leicht lesbaren Format.

Vor der Unterzeichnung
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